Glossar
Kunststoffblockmaterial
Kunststoffblockmaterial bezeichnet gehärtete Halbzeuge aus Polyurethan (PU) oder Epoxidharz (EP), die in Block‑ oder Plattenform hergestellt werden. Im Gegensatz zu Naturmaterialien wie Holz sind Kunststoffblockmaterialien industriell gefertigt, wodurch sie eine konstante chemische und mechanische Qualität aufweisen.
Dank ihrer homogenen Struktur können Kunststoffblockmaterialien direkt manuell oder maschinell (z. B. CNC‑Fräsen) bearbeitet werden und sind deshalb ein zentraler Werkstoff im Modell‑, Formen‑ und Werkzeugbau.
Bedeutung und Funktionsweise
Kunststoffblockmaterialien entstehen durch das Aushärten reaktiver Harzsysteme zu spannungsarmen, massiven Halbzeugen. Diese Vorgehensweise gewährleistet:
- gleichbleibende Materialeigenschaften,
- keine faserbedingten Inhomogenitäten,
- hohe Maß‑ und Formstabilität.
Im Bearbeitungsprozess lassen sich die Blöcke sägen, fräsen, schleifen, bohren oder polieren und sind damit vielseitig einsetzbar – von einfachen Anschauungsmodellen bis hin zu funktionalen Werkzeugen.
RAKU® TOOL Kunststoffblockmaterial
Seit mehr als 40 Jahren produziert RAMPF unter der Marke RAKU® TOOL hochwertige Kunststoffblockmaterialien. Als Marktführer verfügt RAMPF über die weltweit größte Produktion für Styling‑, Modellbau‑ und Werkzeugblockmaterialien.
Produktmerkmale:
- Dichtebereich: ca. 0,08 bis 1,7 g/cm³
- Leistungsstarkes Standardprogramm
- Schnelle Anpassung an spezifische Markt‑ und Projektanforderungen
- Ergänzende Klebstoffe und Reparaturpasten, abgestimmt auf die Blockmaterialien
Merkmale und Besonderheiten von Kunststoffblockmaterial
- Sehr feine Oberflächengüten
- Homogene Materialqualität ohne Holzfaserstruktur
- Sehr gute manuelle und CNC‑Bearbeitbarkeit
- Hohe Dimensionsstabilität (geringer Wärmeausdehnungskoeffizient)
- Gute mechanische Eigenschaften
abrasionsbeständig
polierbar
chemikalienbeständig - Hohe Prozess‑ und Wiederholgenauigkeit
- „Made in Germany“
- Als Lagerware sofort verfügbar
Typische Anwendungsfälle
Kunststoffblockmaterial wird u. a. eingesetzt für:
- Herstellung von Modellen und Formen
- Design‑ und Stylingstudien
- Anschauungs‑ und Präsentationsmodelle
- Unterbauten für Close‑Contour‑Pasten
- Negativformen zum Gießen von Close‑Contour‑Gießharzen
- Styling‑, Design‑, Ur‑ und Datenkontroll‑Modelle
- Lehren und Vorrichtungen
- Vakuumtiefziehformen
- Prepreg‑Legewerkzeuge
- Gießereimodelle
- Gießerei‑Formplatten und Kernkästen
- Skulpturen‑ und Architekturmodelle
Praxisbeispiele
- CNC‑gefrästes Designmodell aus PU‑Kunststoffblockmaterial zur Oberflächenbewertung
- Urmodell aus EP‑Blockmaterial, eingesetzt zur Abformung einer Negativform
- Prepreg‑Legewerkzeug, gefertigt aus hochdichtem Kunststoffblockmaterial
Vorteile und Nutzen
- Sehr präzise, reproduzierbare Ergebnisse
- Konstante Materialqualität ohne natürliche Schwankungen
- Hohe Oberflächenqualität
- Reduzierter Ausschuss
- Kurze Bearbeitungs‑ und Durchlaufzeiten
- Wirtschaftlich für Prototypen und Kleinserien
- Hohe Flexibilität im Entwicklungsprozess
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist Kunststoffblockmaterial?
Ein industriell gefertigtes Halbzeug aus PU‑ oder EP‑Harzen für Modell‑ und Formenbau. - Worin liegt der Vorteil gegenüber Holz?
In der homogenen Struktur, höheren Maßstabilität und besseren Bearbeitbarkeit. - Wofür wird Kunststoffblockmaterial eingesetzt?
Für Modelle, Formen, Werkzeuge, Lehren und Designanwendungen.
Kunststoffblockmaterial ist ein hochwertiger, präziser und vielseitiger Werkstoff für den Modell‑, Formen‑ und Werkzeugbau. Durch seine homogene Struktur, konstante Qualität und exzellente Bearbeitbarkeit ermöglicht es effiziente, wirtschaftliche und zuverlässige Lösungen – von der frühen Designphase bis zur funktionalen Kleinserie. Insbesondere RAKU® TOOL Kunststoffblockmaterialien stehen für Qualität, Flexibilität und Leistungsfähigkeit auf höchstem industriellem Niveau.