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Starke Leistung trotz coronabedingtem Umsatzrückgang

Grafenberg, 29.09.2020.

Die internationale RAMPF-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 168 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Rückgang um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem durch die von der Corona-Pandemie ausgelösten weltweiten Wirtschaftskrise bedingt. 

Michael Rampf, Geschäftsführender Gesellschafter der RAMPF-Gruppe:

Zuallererst sind wir sehr froh, dass wir in unserer weltweit operierenden Unternehmensgruppe nur eine sehr geringe Anzahl an Corona-Infizierten hatten und diese Personen alle wieder gesund sind. Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitern, die sich vorbildhaft an die Abstands- und Hygienevorschriften gehalten und somit gewährleistet haben, dass RAMPF immer lieferfähig war.

Vor dem Hintergrund einer langsamer wachsenden Weltwirtschaft sowie der Krise der Automobilindustrie hatten wir für das Geschäftsjahr 2019/20 bereits sehr vorsichtig und mit einem gleichbleibenden Umsatzniveau von rund 190 Mio. Euro geplant. Bis zu Beginn des vierten Quartals im März 2020 waren wir auf einem sehr guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben unsere Umsätze dann bis Ende Juni stark sinken lassen.

Bis zum coronabedingten Wirtschaftsabschwung befanden sich die Umsätze von RAMPF Polymer Solutions (reaktive Kunststoffsysteme auf Basis von Polyurethan, Epoxid und Silikon) sogar auf Rekordniveau, während RAMPF Production Systems (Misch- und Dosieranlagen, Automatisierungslösungen), RAMPF Eco Solutions (Recyclingpolyole und -anlagen), RAMPF Composite Solutions (Kohlenstofffaser- und Glasfaser-Compositeteile) sowie RAMPF Tooling Solutions (Block- und Flüssigmaterialien für den Modell- und Formenbau) bis dahin Umsätze auf Vorjahresniveau erzielt hatten.

Neues Geschäftsführerteam bei RAMPF Machine Systems

Der Geschäftsbereich RAMPF Machine Systems (Maschinenbetten und Gestellbauteile aus alternativen Werkstoffen wie Mineralguss, Hartgestein und Ultrahochleistungsbeton) wurde von den drastischen Auftragseinbußen und Stornierungen im bereits vor der Corona-Krise strauchelnden Maschinenbau hart getroffen.

"Mit Marc Dizdarevic und Stefan Foroutan haben wir im April dieses Jahres ein neues Führungsteam ernannt, das die Positionierung des Unternehmens im Markt stärken wird. Die ökonomischen und ökologischen Vorteile alternativer Gestellwerkstoffe für die Laser-, Halbleiter-, Medizin- und Verpackungsindustrie sowie den klassischen Werkzeugmaschinenbau liegen auf der Hand, doch diese müssen effektiver kommuniziert und in neue Projekte umgesetzt werden“, so Michael Rampf.

Der Krise im Maschinenbau hat auch die Ergebnisse der RAMPF-Tochtergesellschaften in den USA, China und Japan negativ beeinflusst, wobei der Rückgang im Bereich Machine Systems mit Umsatzzuwächsen bei Polymer Solutions (RAMPF China und RAMPF USA) und Tooling Solutions (RAMPF USA) teilweise wettgemacht wurde. Ein starkes Ergebnis hat das Joint-Venture RAMPF Korea erzielt, das speziell für die asiatischen Märkte entwickelte Misch- und Dosieranlagen produziert.

Innovationsstarkes Geschäftsjahr

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 hat RAMPF drei bahnbrechende Innovationen auf den Markt gebracht:

  • RAKU® Microwave Curing: Mit der zur Patentierung anstehenden Mikrowellentechnologie werden ultraschnelle Aushärte- und Prozesszeiten beim Mischen und Dosieren von Dichtungssystemen, Klebstoffen und Vergussmassen erzielt. Im Mittelpunkt der Innovation steht die thermische Aktivierung von ein- und zweikomponentigen Kunststoffsystemen mittels Mikrowellenstrahlung.
  • RAMPF FlexSpeed: Mit der geschwindigkeitsabhängigen Dosiertechnologie von RAMPF Production Systems werden Durchlaufzeiten von Dicht-, Schäum- und Klebeprozessen in der Serienfertigung um mehr als 50 Prozent reduziert. Statt wie üblich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit dosieren FlexSpeed-Roboter hochpräzise um die Ecke und sehr schnell auf der Geraden.
  • Universal einsetzbare Bedienoberfläche für Dosieranlagen und -roboter: Das von RAMPF Production Systems entwickelte Human-Machine-Interface (HMI) mit Steuerungslösungen von Beckhoff Automation und Siemens ist ein elementarer Baustein für die digitale Strategie produzierender Unternehmen.

„Diese Innovationen zeigen erneut die außerordentliche Fähigkeit unserer Mitarbeiter, Produkte und Verfahren zu entwickeln, die unseren Kunden entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen. Zudem werden so zusätzliche Umsätze generiert, mit denen wir zukunftsorientierte Investitionen finanzieren können“, so Matthias Rampf, Geschäftsführender Gesellschafter der RAMPF-Gruppe.

Zu diesen Investitionen zählen unter anderem der Neubau von Büro- und Produktionsgebäuden für RAMPF China in Nantong sowie das jüngst bezogene, hochmoderne Produktionsgebäude von RAMPF Composite Solutions am Unternehmensstandort im kanadischen Burlington, Ontario.

Vorsichtiger Optimismus

Für das laufende Geschäftsjahr 2020/21, das am 1. Juli 2020 begonnen hat, verzichtet die Geschäftsführung der RAMPF-Gruppe auf eine Umsatzprognose.

Michael Rampf:

Der weitere Verlauf der Corona-Pandemie ist ebenso wenig absehbar wie die Auswirkungen auf die Wirtschaft. Allerdings sind wir überzeugt, dass wir mit unserem hochqualitativen und diversifizierten Produkt- und Leistungsportfolio sehr gut aufgestellt sind und die sichere und zeitgerechte Belieferung unserer Kunden uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Als mittelständisches Familienunternehmen liegt uns die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen besonders am Herzen. Aktuell beschäftigt die RAMPF-Gruppe weltweit 873 Mitarbeiter, ein Minus von rund 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (913 Mitarbeiter). Dieser Rückgang ist coronabedingt und basiert zu großen Teilen auf natürlicher Fluktuation. Zusammen mit dem gezielten Einsatz von Kurzarbeit hoffen wir, dass wir diese herausfordernde Zeit in diesem Rahmen weiterhin erfolgreich meistern werden.

Die Geschäftsführenden Gesellschafter der RAMPF-Gruppe Matthias Rampf (links) und Michael Rampf (rechts) mit Horst Bader, Geschäftsführer der RAMPF-Holdinggesellschaft.