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29.11.2021 | Soziales Engagement

Olé! Wir fahren zur WM!

Die 25. Handball-Weltmeisterschaft der Frauen wird vom 2. bis 19. Dezember in Spanien ausgetragen. 32 Mannschaften sind am Start – und für das deutsche Team laufen die RAMPF-Spielerpatronate Marlene Kalf  (rechts) und Lena Degenhardt (links) von den TUSSIES Metzingen auf. Wir haben mit den Ausnahmekönnerinnen über Ihre Erwartungen an das Turnier gesprochen.

Marlene, die WM-Teilnahme ist bereits dein sechstes internationales Großereignis, du hast 96 Länderspiele absolviert und 217 Tore erzielt – aufgeregt bist du aber trotzdem ein bisschen, oder?

Ja, es ist eine Mischung aus Aufregung und Vorfreude. Man lernt natürlich mit der Zeit, mit der Aufregung besser umzugehen, aber verschwinden tut sie nie. Ich denke, dass ist auch ganz gut so, denn eine Weltmeisterschaft ist etwas ganz Besonderes, da gehört die Aufregung dazu. 

Lena, als du vor rund einem Jahr deine Ausbildung bei RAMPF begonnen hast, hattest du noch nie für die Nationalmannschaft gespielt – und jetzt bist du bei der WM dabei! Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Natürlich die Ausbildung bei RAMPF (lacht)! Neben der eigenen Leistung gehört im Sport immer auch ein wenig Glück dazu. Ich denke, ich habe mich in letzter Zeit ganz gut entwickelt: Bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Portugal in diesem Frühjahr haben ein paar Spielerinnen gefehlt, der Bundestrainer hat mir die Chance gegeben, mich zu zeigen, und diese Möglichkeit habe ich nutzen können. Seitdem wurde ich zu den Lehrgängen der Nationalmannschaft eingeladen. Dass es am Ende für Spanien gereicht hat, hat leider auch mit einer Verletzung einer Mitspielerin zu tun, so etwas wünscht man natürlich niemandem.

Gleich klingelt’s: Für die deutsche Nationalmannschaft hat Marlene Kalf bereits 210 Tore erzielt. Bei der Handball-WM in Spanien sollen möglichst viele dazu kommen.

Marlene, wie schnell kannst du von Verein auf Nationalmannschaft umschalten? Was ist der größte Unterschied zu deiner Rolle bei den TUSSIES?

Umschalten brauche ich eigentlich nicht, es wird ja immer noch Handball gespielt (lacht). An der Position im Feld ändert sich nichts, die Rolle hingegen ist schon eine andere: In Metzingen bin ich Kapitänin und die älteste Spielerin, das trifft beides nicht auf die Nationalmannschaft zu. Klar, ich zähle dort auch zu den erfahreneren Spielerinnen, aber bei der Nationalmannschaft haben die meisten in ihren Vereinen vergleichbare Rollen wie ich. Meine Spielanteile sind beim Nationalteam auch weniger als in Metzingen, der Kader ist auf jeder Position doppelt gut besetzt, da teilt man sich gerade über ein Turnier hinweg die Spielzeit mehr auf. 

Lena, ist es hilfreich für dich als WM-Debütantin, dass du mit Marlene eine so erfahrene Spielerin als Vereinskollegin hast?

Marlene hat natürlich schon einiges erlebt auf internationalem Niveau und gibt ihre Erfahrungen auch gerne weiter. Sie ist Kapitänin bei uns im Verein und jeder weiß, dass man immer zu ihr kommen kann, das gilt auch für die Nationalmannschaft. Dort kenne ich aber auch noch einige aus der Jugendnationalmannschaft, hier hilft man sich generell gegenseitig. Es ist aber natürlich ein gutes Gefühl, dass mit Marlene und Silje [Brøns Petersen] insgesamt drei Spielerinnen aus Metzingen mit dabei sind. Das hilft in manchen Situationen, auch auf dem Feld, weil wir aufeinander eingespielt sind.

Die Slowakei, Tschechien und Ungarn sind die Gruppengegner der deutschen Mannschaft. Wie stehen die Chancen für ein Weiterkommen?

Marlene: Wir haben sicherlich mit die schwerste Vorrundengruppe zugelost bekommen. Sehr schade finde ich, dass wir auf drei europäische Teams treffen; eigentlich machen gerade Spiele gegen Mannschaften von anderen Kontinenten eine WM aus. Von den vier Teams kommen drei weiter, das ist klar unser Anspruch. Darüber hinaus werden die Punkte der Vor- in die Hauptrunde mitgenommen, somit ist jedes Spiel entscheidend für uns. 

Sportlich und beruflich auf Erfolgskurs: Lena Degenhardt, Teamkollegin von Marlene Kalf bei den TUSSIES Metzingen, absolviert zurzeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei RAMPF Holding in Grafenberg.

Handball ist ein Mannschaftssport, aber setzt man sich vor einem Turnier auch persönliche Ziele? 

Lena: Wie gesagt bin ich ja gerade so noch auf den WM-Zug aufgesprungen und unglaublich froh, dabei zu sein. Es wird sich zeigen, ob und wie viel ich spiele. Wenn ich die Chance bekomme, möchte ich diese natürlich bestmöglich nutzen und das Team so gut es geht unterstützen. Ansonsten möchte ich von diesem besonderen Erlebnis einfach nur so viel mitnehmen wie möglich und es genießen. 

Marlene: Der Teamerfolg steht über allem. Persönlich möchte ich natürlich in der Zeit, in der ich auf dem Feld stehe, dem Team so gut es geht helfen und meine Chancen vor dem Tor möglichst effektiv nutzen.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir drücken euch die Daumen!

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