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15.03.2019 | Soziales Engagement

Die TUSSIE & der Unternehmer

Die aktuelle der Saison der TUSSIES ist im vollen Gange. Der nächste Gegner ist Frisch auf Göppingen. Im Rahmen des „Sponsor of the Day“ für diesen Derbyspieltag analysieren Marlene Zapf und Michael Rampf im Interview die Saison, äußern sich zur Kaderentwicklung,  bewerten das Sponsoring mit dem Patronat und blicken auch etwas hinter die Kulissen.

Rückblick und Vertragsverlängerung

Nach dem steilen Aufstieg der TUSSIES in den vergangenen Jahren war die Saison 17/18 mit dem fünften Platz sportlich gesehen eher ein kleiner Rückschritt. RAMPF hat als Sponsor trotzdem einen neuen Vertrag über drei Jahre unterschrieben und sogar aufgestockt. Wie kam es dazu?

Michael Rampf:
Die sportliche Entwicklung ist das Eine, aber es gilt auch zu betrachten, wie sich die TUSSIES an sich entwickelt haben. Hier sind eine Professionalisierung und eine Weiterentwicklung der Marke TUSSIES klar zu erkennen. Wir können unser Unternehmen im positiven Umfeld der TUSSIES sehr gut präsentieren, und das funktioniert auch dann, wenn es sportlich mal weniger gut läuft. Und dass es im Sport nicht immer nur Steigerungen geben kann, sollte auch klar sein.

Hast Du als Spielerin die Entscheidung von RAMPF wahrgenommen? Verfolgt Ihr diese Themen als Sportler?

Marlene Zapf:
Die Vertragsverlängerung von RAMPF habe ich natürlich mitbekommen, ich war sogar bei der Vertragsunterschrift dabei. Ansonsten erfahren wir solche Dinge natürlich auch von Ferenc [Ferenc Rott, TUSSIES-Geschäftsführer] oder den Medien. Uns ist natürlich bewusst, dass es ohne Sponsoren nicht geht, somit sind wir sehr glücklich über solche Meldungen.

Nach der Vertragsverlängerung im Sponsoring hat Marlene im November nachgezogen und ebenfalls bis 2021 verlängert. Somit bleibt auch das Spielerpatronat mit RAMPF bestehen. Wie beurteilst Du diese Möglichkeit des Sponsorings bisher und was ist noch geplant?

Michael Rampf:
Ich finde es super, dass das Patronat dem Sponsoring ein Gesicht gibt. Ich denke, wir haben mit dem Anheizerfilm vor den Heimspielen eine sehr schöne Möglichkeit gefunden, und für die neue Saison werden wir sicher auch wieder kreativ werden. Uns ist es wichtig, dass Marli schon lange bei den TUSSIES ist und sich dem Verein weiter verpflichtet hat, das passt auch sehr gut zu uns. Zudem ist Sie in Metzingen gesellschaftlich anderweitig vernetzt, was wir auch begrüßen. Und ich muss zugeben: Ich hatte damals gar keine andere Wahl, als die damalige Mathe- und Sportlehrerin meines Sohns als Patronat zu wählen (lacht).

Marli, zwei weitere Jahre mit RAMPF auf dem Arm – was meinst du dazu? Ist es ein Thema bei Spielerinnen, wer welchen Sponsor hat?

Marlene Zapf:
Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass RAMPF mein Patronat um zwei Jahre verlängert hat. Die Zusammenarbeit ist bisher sehr gut und ich komme auch immer gerne ins Unternehmen. Der Bezugspunkt zwischen Unternehmensleitung, dem Verein und mir ist bei RAMPF sehr hoch. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich.

Bei uns Spielerinnen ist das im Sommer schon ein Thema. Wenn wir zum Saisonstart unsere Trainingsklamotten bekommen, sieht man ja, wer welchen Sponsor hat und wer vielleicht noch keinen. Da wird dann schon darüber gesprochen, auch wer sich denn hinter welchem Logo verbirgt. Gerade für die Neuzugänge ist das natürlich was ganz Neues.

Leider gab es diese Saison nicht nur Vertragsverlängerungen, sondern auch einige Abgänge. Insgesamt kommt doch ein größerer Umbruch in die Mannschaft. Wie wird das aus Sponsorensicht gesehen?

Michael Rampf:
Im Profisport ist eine gewisse Fluktuation normal, da die Mannschaft sich ja auch weiterentwickeln muss. Das Umfeld sieht solche Veränderungen natürlich etwas kritischer, aber wir stecken ja auch nicht so intensiv in der Kaderplanung wie die Vereinsverantwortlichen. Hier ist, denke ich, manchmal etwas mehr Verständnis angebracht.

Ich persönlich finde es schon schade, dass jetzt einige Leistungsträgerinnen gehen, obwohl in Metzingen gerade wirklich was am Entstehen ist. Aber wie gesagt: Es handelt sich um Profisport, da kann ich verstehen, dass Angebote aus dem Ausland finanziell reizvoll sind. In Bezug auf Angebote aus dem Inland hingegen kann ich es eher weniger nachvollziehen.

Du hast ja bereits sehr früh verlängert. Sicherlich auch mit der Hoffnung, dass dir andere das gleich tun. Wie siehst du jetzt rückblickend deine Entscheidung im November? Und wie denkst du über die „neue“ Mannschaft?

Marlene Zapf:
Delaila und ich haben ein klares Zeichen gesetzt und uns zu Metzigen bekannt. Und natürlich haben wir gehofft, dass die anderen uns das gleich tun. Wie Michael aber schon gesagt hat, ist es aber eben doch Leistungssport, und da spielt der finanzielle Aspekt auch eine Rolle. Für mich ist es schon sehr schade, dass die Mannschaft jetzt doch etwas auseinandergeht – ich denke, wir hätten gemeinsam den nächsten Schritt gehen können.

Ich persönlich hätte meine Entscheidung aber dennoch genauso getroffen. Ich fühle mich hier wohl, im Verein und in Metzingen. Ich vertraue auf Ferenc, dass er auch für die neue Saison eine sehr gute Mannschaft zusammenstellt, das hat er bisher immer geschafft. Von daher freue ich mich auf die neue Spielzeit und bin gespannt, was wir erreichen können.

Göppingen kommt zum Derby

Der nächste Gegner ist Frisch auf Göppingen. RAMPF sponsert ja auch die grün-weißen, wobei dort nur die Männer. Aber beim heutigen Spiel sollte schon klar sein, für wen geklatscht wird?

Michael Rampf:
PINK!
Wir möchten als Sponsor in derselben Liga nicht bei zwei Vereinen aktiv sein, daher unterstützen wir in Göppingen die Männer. Wir haben in Wangen bei Göppingen ein Werk mit 130 Mitarbeitern, die es natürlich auch sehr schätzen, dass wir eine Partnerschaft mit ihrem Leuchtturmverein haben. Das gleiche gilt natürlich für die Mitarbeiter in Grafenberg und die TUSSIES.

Derby gegen Göppingen, das letzte Heimspiel habt Ihr gegen sie verloren – spielt das noch eine Rolle, oder denkt Ihr darüber gar nicht nach?

Marlene Zapf:
Na ja, vergessen haben wir das nicht. Aber die aktuelle Saison ist mit der vergangenen nicht zu vergleichen, wir haben ein ganz anderes Standing in der Liga und auch das Hinspiel gewonnen. Wir wissen aber natürlich was Göppingen kann, dass Sie eine gute Abwehr stellen, aber wir gehen positiv in das Spiel und wollen gewinnen.

RAMPF ist mit dem Handballsport sehr eng verbunden, zusätzlich zu Metzingen und Göppingen seid ihr auch in Balingen und Neuhausen als Sponsor am Start. Was ist der Grund hierfür? Warum seid ihr beispielsweise im Fußball nicht so aktiv?

Michael Rampf:
Sponsoring im hochklassigen Sport ist ein Bestandteil unseres Arbeitgebermarketings. Dabei schauen wir immer, welche Sportarten in der Region unserer Standorte medial im am meisten im Fokus stehen. Das ist im Ermstal eindeutig Handball, das ist in Göppingen ausschließlich Handball, und unser Werk in Zimmern ist in der Nähe von Balingen – und dort ist Handball neben Eishockey ebenfalls sehr präsent.

Ansonsten sind wir direkt vor Ort aber auch in anderen Sportarten aktiv, unter anderem bei den ansässigen Fußballvereinen oder in Metzingen bei den Leichtathleten. Hier ist dann Sponsoring meist eine Ausprägung unserer gesellschaftlich-sozialen Verantwortung als Unternehmen in einer Region.  

Aber ich muss zugeben, dass mir Handball persönlich sehr wichtig ist und auch am meisten Spaß bereitet.

Blick hinter die Kulissen

Du kennst das Unternehmen RAMPF mittlerweile auch schon etwas besser, warst schon ein paar Mal vor Ort, bist jedes Jahr auf dem Sommerfest. Was ist dein Eindruck bisher vom Unternehmen?

Marlene Zapf:
Die Mannschaft ist jedes Jahr auf dem Sommerfest, da bekommen wir natürlich auch immer einen Einblick in das Unternehmen. Da merkt man auf jeden Fall, dass es ein Familienunternehmen ist und eine gute Stimmung unter den Mitarbeitern herrscht. Ich war schon in der Kantine, da wird den Mitarbeitern doch einiges geboten. Ich persönlich kenne auch die Chefetage, und wenn man den Umgang hier mitbekommt, dann ist die Leidenschaft für die Mitarbeiter und das Unternehmen zu spüren.

Du kennst das Unternehmen natürlich noch besser als Marli. Vielleicht kannst Du kurz sagen, was RAMPF macht und was das Unternehmen auszeichnet?

Michael Rampf:
Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen, das auf Produkte und Lösungen rund um Reaktionsharze, Maschinensysteme und den Leichtbau mit Composites spezialisiert ist. Ausgehend von unserem Unternehmenssitz in Grafenberg sind wir mittlerweile weltweit mit Niederlassungen, Partnern und mehr als 880 Mitarbeitern präsent. Bei allem was wir tun legen wir großen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich denke, dass das – zusammen mit unserer Innovationskraft – der Grundstein für die langjährige Erfolgsgeschichte von RAMPF ist.  

Du bist mittlerweile im dritten Jahr an der Grundschule in Metzingen als Lehrerin angestellt. Sicherlich wissen viele deiner Schüler, dass du Handballerin bist. Triffst Du auch einige in der Halle wieder?

Marlene Zapf:
Ja klar, viele Schüler wissen, dass ich Handball spiele. Nach dem Wochenende ist das natürlich oft Thema, die Kinder bringen gerne mal Zeitungsartikel mit. Einige Schüler, auch aus anderen Klassen, sind immer wieder in der Halle und berichten dann montags im Erzählkreis darüber. Wobei nicht nur Schüler, sondern auch Kollegen zum Spiel kommen, was für mich natürlich eine sehr schöne Unterstützung ist.

Seit einigen Monaten ist RAMPF in den sozialen Netzwerken aktiv und lebt auch dort seine Partnerschaft mit den Handballmannschaften. Was erhofft Ihr euch hiervon?

Michael Rampf:
Wir möchten, dass RAMPF noch mehr wahrgenommen wird – auch von potenziellen neuen Mitarbeitern. Es ist für uns eine weitere Plattform, um die Arbeitgebermarke RAMPF zu stärken, aber auch, um darzustellen, was wir genau tun und für was wir stehen.

Ihr Sportler seid alle in den sozialen Medien aktiv. Dein RAMPF-Clip wurde in mehreren Kanälen publiziert. Wie war die Resonanz darauf?

Marlene Zapf:
Die Resonanz war sehr stark und auch positiv. Es haben sich zum Beispiel viele Leute gemeldet, von denen ich schon länger nichts mehr gehört hatte. Das zeigt, dass der Clip doch eine große Reichweite hatte.

Prognose für das Final 4

Am Ende der Saison steht das Final 4 an. Die TUSSIES warten immer noch auf Ihren ersten Titel. Wie wichtig sind solche Titel für einen Sponsor? Und was traust du den TUSSIES in diesem Jahr zu?

Michael Rampf:

Als Fan sage ich ganz klar: Der Titel muss her. Als Sponsor gibt uns das Final 4 auch die Möglichkeit, in einem anderen Umfeld zu werben. Somit ist es ein toller Erfolg, dabei zu sein. Und die Chancen auf den Titel schätze ich auf zwei Mal 50:50. Wobei es natürlich darauf ankommt, dass alle Spielerinnen fit sind.

Marli, siehst Du das ähnlich? Wie ist deine Meinung zu Eurer Chance auf den Pott.

Marlene Zapf:
Ich glaube, man hat vergangenes Jahr am Beispiel von Oldenburg gesehen, wie man auch die stärkeren Gegner schlagen kann. Klar ist das Spiel gegen den THC ein absoluter Kracher, aber wir hoffen natürlich, dass wir den Titel mit nach Hause bringen können – und dazu müssen wir eben zwei Mal als Sieger von der Platte gehen.

Wir sitzen heute hier und führen ganz entspannt dieses Interview. Das Wort Partnerschaft ist fast unangebracht, man kann schon von Freundschaft sprechen. Ist es das, was RAMPF und die TUSSIES verbindet? Und ist es vielleicht genau das, was die TUSSIES ausmacht?

Michael Rampf:

Das ist es auf jeden Fall. TUSSIES sind nicht einfach nur ein Produkt, sondern eine echte Bindung zwischen Fans, Spielerinnen und Sponsoren.

Nach fünf Jahren in PINK ist die Beziehung zu einigen Sponsoren gewachsen. Du hast zuvor in Ketsch und Leverkusen Bundesliga gespielt. Würdest Du sagen, das ist etwas Einzigartiges in Metzingen? Und leben das bei Euch alle Spielerinnen so bewusst?

Marlene Zapf:
Die familiäre Atmosphäre ist hier etwas ganz besonderes. In Ketsch war das zwar ähnlich, aber dort gab es die enge Beziehung zu den Sponsoren nicht so. Es gehört bei uns einfach dazu, dass wir uns nach dem Spiel mit den Leuten auf den Tribünen unterhalten und austauschen. Ich denke, das wird auch sehr geschätzt bei uns. Für unsere Neuzugänge ist es am Anfang sicher erst etwas Neues, aber sie lernen es schnell zu schätzen und machen es auch sehr gerne.